Ausstellung vom 16.2.08 bis 2.3.08

o.T. 2007, 160 x 110 – 210 x 140 cm
Die Ausstellungsreihe beginnt mit einer Präsentation von aktuellen Werken des Berner Künstlers Vincent Chablais. Seine Arbeiten zeichnen sich durch einen sensiblen Umgang mit der Wahrnehmung architektonischer Spuren im Alltag aus. Fenster, Gitter, Häuserfassaden, das Innenleben eines Neonschriftzuges oder „Löcher“ weisen auf eines der zentralen Themen in seinem Schaffen: die Grenze zwischen Innen und Aussen. Ein Fenster wirft die Frage auf, ob der Betrachter oder Aussen steht, und ist zugleich in seiner Abstraktion ein Viereck in der Fläche oder hinterlässt mit gebrochener Scheibe einen plastischen Eindruck. Ein Gitterzaun wird so mo-difiziert, dass vorne und hinten sich auflösen. Das Gitter mit seiner inhärenten Qualität der Transparenz wird ad absurdum geführt. Der Farbauftrag in hellen Pastelltönen gibt zwar eine gewisse Transparenz vor, doch bearbeitet der Künstler in malerischer Manier die ganze Fläche des Papiers. Die Stäbe lösen sich teilweise im nichts aus, und verwischen die Grenze zwischen innen und aussen. Raum wird zur Fläche und umgekehrt. Die Grossformatigkeit der Papierarbeiten lädt den Betrachter einerseits ein, in den Bildraum einzutauchen, andererseits hält ihn die kühle Oberfläche auf Distanz. Auch bei der Betrachtung der Bilder bleibt ein zwiespältiges Gefühl zum Innen und Aussen.