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	<title>Formsachen</title>
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	<description>kuratiert von Fabienne Eggelhöfer</description>
	<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 13:37:08 +0000</pubDate>
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		<title>Formsachen #8 Egle Vido</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 09:10:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[#8]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausstellung vom 14.11. bis 30.11.08

Weisslichtobjekt, s/w Fotografie, Grösse 19&#215;30 cm, 2003
«Die Denkbarkeit, die sich an eine Möglichkeit herantastet und schliesslich zu einer konkreten Form wird, ist der Ansporn für meine Handlungen.» Egle Vido
In ihrem künstlerischen Schaffen transzendiert Egle Vido das Licht, dessen Leichtigkeit und Klarheit. Das Licht steht als Sinnbild für den Geist und das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ausstellung vom 14.11. bis 30.11.08</em></p>
<p><img src="http://www.formsachen.ch/wp-content/uploads/neonstern-kopie.jpg" /></p>
<p>Weisslichtobjekt, s/w Fotografie, Grösse 19&#215;30 cm, 2003</p>
<p>«Die Denkbarkeit, die sich an eine Möglichkeit herantastet und schliesslich zu einer konkreten Form wird, ist der Ansporn für meine Handlungen.» Egle Vido</p>
<p>In ihrem künstlerischen Schaffen transzendiert Egle Vido das Licht, dessen Leichtigkeit und Klarheit. Das Licht steht als Sinnbild für den Geist und das menschliche Bewusstsein, sowie für deren ständigen Wandel. Die Lektüre bedeutender Philosophen wie Nietzsche, Wittgenstein und Deleuze lösen bei der Künstlerin neue Denkprozesse aus, die sich vor allem in den Bleistiftzeichnungen der letzten Jahre niederschlagen. Mit dem Lineal gezogene Bleistiftlinien bilden dafür das Grundelement. Jede Zeichnung überrascht mit einer eigenen Ordnung, die zu Beginn der Arbeit grob festgelegt wird. Die Dichte der Linien entwickelt sich während dem Schaffensprozess.<br />
Im Gespräch erwähnt Egle Vido ihr Interesse an der minimalen Musik beispielsweise eines Steve Reich. Besonders die Wiederholung eines Themas in ständig sich verändernder Ordnung fasziniert die Künstlerin sehr. Die fliessenden Linienbewegungen der Bleistiftstriche führen zur Verdichtung des Lichtes. Sie dokumentieren die Bewegung des Lichtes und erinnern an das Flimmern eines Bildschirmes. Die Anordnung der Linien und deren Dichte entwickeln einen entsprechenden Rhythmus, vergleichbar mit dem Atem des Menschen.<br />
Egle Vido bezieht sich in ihren Arbeiten immer wieder auf das eigene Schaffen. So gingen den abstrakten Linienzeichnungen Bleistiftzeichnungen voraus, welche aufgrund von s/w Fotografien der Lichtreflexe auf der Meeresoberfläche entstanden.<br />
Neben Bleistiftstrichen bilden Lichtstoffröhren ein weiteres Grundelement im Schaffen Vidos. Sie konstruiert damit virtuelle Kompositionen in Anlehnung an Gerüstkonstruktionen und Ornamenten. Mit dem Computer generiert die Künstlerin phantastische Gebilde, welche sie als künstlerische Annäherung an die Vorstellung eines Lichtobjekts versteht. Die Konstruktion aus schwarzen oder weissen Lichtröhren weisen zwar Bezüge zur Minimal Art auf, doch betont die Künstlerin, dass es ihr nicht um einen strengen Formalismus gehe. Der Bezug zum Alltag manifestiert sich beispielhaft in der Fotografie Weisslichtobjekt, welche eine Lampe des ältesten Kinos in St. Petersburg, das unter Stalin erbaut wurde, zeigt. Dieses Bild diente als Ausgangspunkt für die folgenden Neonarbeiten, ist aber auch ein Symbol des Wandels. Familienporträts zeugen von Vidos Dokumentation der eigenen Familiengeschichte. Es handelt sich dabei um Gemälde, die aufgrund s/w Fotografien ihrer litauischen Vorfahren in der sibirischen Verbannung entstanden sind. Die Reduktion der Farbmittel auf Schwarz und Weiss gibt bereits Vidos Interesse am Verhältnis von Licht und Schatten preis. Der Erforschung der eigenen Familiengeschichte folgt die Erforschung der eigenen Wahrnehmung. Es hat sich in der Geschichte gezeigt, dass Wandel möglich ist. Die Bewegung des Lichtes wird in Egle Vidos Schaffen zum Sinnbild für den ständigen Wandel des Geistes sowie für die unendlichen Möglichkeiten des Denkens.</p>
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